Tarsicius

Tarsicius war einmal von der Gemeinde beauftragt den Kranken die Eucharistie zu bringen.

Er verbarg sie unter seinem Gewand, denn die anderen Menschen auf der Straße durften dieses kostbare Gut nicht sehen. Damals galten die Christen noch als Sekte und die römischen Kaiser verbaten den Christen Gottesdienst zu feiern. Hätte man ihn erwischt, wäre wohl der Leib Christi geschändet und er ins Gefängnis geworfen worden. Als er so auf der Straße lief, wurde er von drei Männern angepöbelt, was er denn versteckt und warum er es denn so eilig habe. Tarsicius versuchte vor ihnen wegzulaufen, aber er schaffte es nicht und die drei Heiden schlugen mit Knüppeln und Steinen auf ihn ein. Er schaffte gerade noch die Eucharistie zu essen, dass sie nicht in die Hände dieser Leute fällt.

 

Tarsicius ist für seinen Glauben gestorben. Er gehört daher zur Gruppe der Märtyrer. Sein Grab befindet sich in der Calixtus – Katakombe an der Via Appia Antica in Rom. Weil Tarsicius im Auftrag der Gemeinde unterwegs war, gilt er als Schutzpatron der Ministranten.

Sein Gedenktag ist am 15. August. Die Kirche feiert an diesem Tag aber schon ein anders Fest, nämlich das Hochfest der Aufnahme Mariens in den Himmel, also „Mariä Himmelfahrt“. So ist die Erinnerung an Tarsicius verblasst. Noch heute kann er allerdings ein Vorbild sein, mutig für die Botschaft Jesu einzutreten.